Samstag, 24. Oktober 2015

Über Herrschaftsjagden aus vergangenen Jahren.


Das Stodertal und die umliegenden Berge gehörten schon immer zu den auserwählten, herrschaftlichen Jagdgebieten.
Das nahe Sengsengebirge war ein bevorzugtes Jagdgebiet von Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand d`Este von Österreich. Ein großes Treiberaufgebot mußte die Gämsenrudel vor den Standplatz des Erzherzogs treiben, der sie mit Hilfe eines Büchsenspanners wahllos zusammenschoß. Am Tag 50 - 70 Stück. Graf Lamberg, Besitzer des ganzen Sengsengebirges, war ein alter waidgerechter Jäger. Er verurteilte dieses Rekordschießertum scharf und kündigte, als er es erfuhr, das Jagd-Pachtverhältnis. So ein Chronikbericht.
Ganz selten werden auch weiße Gämsen erlegt. Diese Albinos entstehen durch teilweises oder völliges Ausbleiben der Pigmentbildung. Den weissen Gämsen geht ein Mythos voraus. In Jagdkreisen heißt es: "Wer eine weiße Gams erlegt, der erlebt das nächste Jahr nicht mehr".
Erzherzog Franz Ferdinand, der gemeinsam mit seiner Gattin Sophie am 28. Juni 1914 in Sarajewo ermordet wurde, soll angeblich vor seinem Tod eine weiße Gämse erlegt haben.
Das Attentat in Sarajewo löste bekanntlich den 1. Weltkrieg aus.

Der Thronfolger mit Treiber und Strecke


Ein Telegramm vom 23.11.1893 berichtet von der Strecke bei einer Jagd

Die Herzöge von Württemberg, die seit 1875 im Stodertal große Jagdreviere besitzen,
veranstalten auch große Herrschaftsjagden. 

 
Jagdgesellschaft des Herzogs von Württemberg am 10.10.1886
Aufbruch zur Jagd




Die Strecke 10.10.1886


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