Dienstag, 29. März 2016

Einblicke in die Malerei der Biedermeierzeit.

Studien, Skizzen und Zeichnungen der bedeutenden Biedermeier-Maler Friedrich Gauermann (geb. am 20.9.1807 in Miesenbach bei Wiener Neustadt, gest. am 7.7.1862 in Wien) und Joseph Höger (geb. am 3.11.1801 in Wien, gest. am 11.5.1877 in Wien) sind auch im Stodertal zu finden.
Nachkommen der beiden Maler, die miteinander verschwägert waren, leben heute im Stodertal und besitzen noch einige Zeichnungen und Skizzen, die hier im Blog gezeigt werden dürfen.
Beide Biedermeier-Maler waren Absolventen der Akademie der bildenden Künste in Wien und zu ihrer Zeit sehr populär. Höger unterrichtete auch einige Jahre an der Akademie. Ihre Gemälde kann man heute in vielen bedeutenden Museen und Kunstgalerien besichtigen. In der Zeit des Vormärz (die Zeit vor der Märzrevolution 1848) waren sie mit vielen Künstlern Wiens bekannt und befreundet. So auch mit den Dramatikern Raimund und Nestroy.

Friedrich Gauermann (1807-1862)


Friedrich Gauermann                              Königssee

                               Studien von Friedrich Gauermann










Joseph Höger (1801-1877)

Joseph Höger                         Ländliche Idylle


Joseph Höger           Skizze von Salzburg


1962 wurde Gauermann zum 100. Todestag von der Österreichischen Post eine Sonderbriefmarke gewidmet. 


Dienstag, 22. März 2016

Ferdinand Ridler - ein Österreichisches Schicksal


Ferdinand Ridler wurde als Sohn eines Försters am 13. Oktober 1796 in Spital am Pyhrn geboren. Schon als Kind zeigte sich sein großes Interesse für die Natur, künstlerische Gestaltung und Mechanik. Seine Berufslaufbahn begann er im Forstdienst.
Am 29. August 1817 wollte Sigismund Graf von Engl die Erstbesteigung des Großen Priel wagen. Als Begleiter und Führer nahm er die Berg erfahrenen Brüder und Jäger Ferdinand, Engelbert, Hans und Anton Ridler mit. Die Bergsteiger bezwangen gemeinsam den Gipfel. Ferdinand Ridler gehört dadurch zu den Erstbesteigern des höchsten Oberösterreichischen Berges.
Nach seiner Heirat trat er aus dem Forstdienst aus und erwarb eine Krämerei (Handelsgeschäft) in Spital. Sein größtes Interesse aber galt der Mechanik und er wurde Büchsenmacher ohne das Handwerk erlernt zu haben. Zunächst verlegte er sich, neben der Tätigkeit als Kaufmann, auf die Reparatur von Jagdgewehren. Als Jäger wußte er genau worauf es dabei ankam. Er verbesserte die Sicherheitsvorrichtungen bei Kugelstutzen und Schrotbüchsen. Mit der Zeit fertigte er selbst Gewehre. Seine Gewehr-Drahtläufe übertrafen an Sicherheit alles bisher in Österreich erzeugte. Doppelstutzen mit übereinander liegenden Läufen, von denen der eine gezogen, der andere glatt für Kugeln und Schrot bestimmt war, fertigte er im Jahr 1837 schon in bedeutender Menge. Um seine finanzielle Lage zu verbessern begann er einen Handel mit Holzauflageblättern die er aus Zirbenholz herstellte. Dafür konstruierte er eine rotierende Radsäge, eine Furniersäge und eine Spinnmaschine. Er wollte unbedingt soviel Geld verdienen um sich die Geräte zur Erzeugung von ziselierten Waffen und Säbelklingen aus Damaszener Stahl leisten zu können. Nach 10 Jahren Forschung und immer wieder neuen Versuchen opferte er dafür alles was die Krämerei und sonstige Geschäfte abwarfen, Es gelang ihm Säbelklingen, Jagdmesser und Gewehre kunstvoll zu gestalten. Die Gebrüder Weinmeister unterstützten ihn und erzeugten für ihn den Gußstahl. Da er sich keine Mitarbeiter leisten konnte, arbeitete er für eine Klinge eine ganze Woche. Der damalige Statthalter von Oberösterreich, Dr. Alois Fischer, der in Spital Urlaub machte, zählte auch zu den Bewunderern von Ridlers Arbeiten. Er verfaßte Briefe an Minister, daß man Ridler mit seinen Erfindungen unterstützen möge. Leider fanden die Schreiben kein Gehör. Man hatte kein Geld.
Um seine Arbeit zu bewerben und dadurch Aufträge zu erhalten hatte Ridler die  Idee, berühmten Persönlichkeiten, Säbelklingen in erstklassiger Ausführung zum Geschenk zu machen. Er schenkte 1848 dem Feldmarschall Graf Radetzky einen damaszierten, künstlerisch gestalteten Säbel. Der Graf freute sich sehr über das Geschenk und schrieb folgenden Dankesbrief:

Euer Wohlgeboren!
Euer Wohlgeboren haben mir durch die Übersendung der in Ihrer Fabrik gefertigten Klinge persönlich eine besondere Freude gemacht und gern werden Sie den Dank eines alten Kriegers empfangen, der durch mehr als 60 Jahre nur für Kaiser und Vaterland das Schwert gezogen und dem Gott in seinen letzten Tagen noch die große Gnade erwies, daß er für das Recht über Verrat und  Treuelosigkeit siegen durfte. Ich habe Ihre so schön gearbeitete Klinge fassen lassen, sie soll hiefür meine Seite nicht mehr verlassen, und sollte ich nochmals dieses Schwert zu ziehen gezwungen werden, so wird es wieder nur für Österreich und unseren allgeliebten Landesvater sein.
Nochmals meinen herzlichsten Dank und die freundliche Versicherung meiner Hochachtung.
Hauptquatier Mailand am
2ten October 1848                                                                                  erg. F.M. Radetzky

Eine weitere Klinge widmete  Ridler seiner Majestät Kaiser Franz Josef. Er erhielt als Dank die große Medaille für Kunst und Wissenschaft. An Nikolaus I., Zar von Rußland, sandte er ebenfalls einen Säbel und bekam als Geschenk einen Brillantring.
Ridler stellte seine Erzeugnisse auf Ausstellungen in München, London und Wien aus aber die erhofften Aufträge blieben aus. Als Einmannbetrieb in einer kleinen, einfach eingerichteten Werkstatt konnte er auf dem Markt ohne entsprechender Starthilfe nicht bestehen. Diese Hilfe blieb aber aus.
Ridler starb am 8. Oktober 1867.                                                .... aus Spital, "Dorf im Gebirge"

Großer Priel - Erstbesteigung am 29.8.1817                              E.T.Compton

Wilderermuseum St. Pankraz

Damaszener Klinge



Samstag, 19. März 2016

Die sportlichen Damen von Hinterstoder


Christiane Neulinger, die Direktorin der Volksschule Hinterstoder, übernahm vor rund 35 Jahren den Turnverein für Damen, der seither sehr erfolgreich von ihr geleitet wird. Der Verein fördert nicht nur eine gesunde Lebensweise durch Sport und Turnen, er unterstützt auch die Dorfgemeinschaft bei der Organisation von Festen und Veranstaltungen. Durch  die gemeinsamen Feste und Ausflüge im Damen-Turnverein wurde der Verein fast schon zu einer Turnerinnen - Familie.
Erna Lorenz hat Bilder von den Ausflügen und Veranstaltungen der Turnerinnen gesammelt und für diesen Blog zur Verfügung gestellt.
Wie so eine Turnstunde üblicher Weise abläuft erzählt sehr anschaulich in Gedichtform, die leider schon verstorbene Maria Köck. 

"Eine Turnstunde"
 erzählt von Maria Köck

Jeden Dienstag, 19,30 Uhr, wird so manche Dame fleißig.
Sie schmeißt sich in die Turnerkluft -
ganz schnell weil schon die Turnstund´ ruft.
Zu Fuß, mit Auto, per Pedal -
erreicht sie das Vereinslokal.

Die Christl wartet schon bei der Stiege
und sammelt ihre Damenriege.
Ehe du dich recht versiehst,
du schon in Stirnreihe angestellt bist.
Ein kurzer Gruß aus unserer Kehle
und schon ertönen die Befehle.

Rechts um und hoch die Beine heben,
denn Laufen ist das halbe Leben.
Ein bißchen schneller liebe Leute
wer ist denn da so müde heute?
Erst vorwärts und dann rückwärts noch,
wir heben dabei die Arme hoch
und laufen auf den Zehenspitzen -
wie viele möchten jetzt gern sitzen !!

Doch unermüdlich noch 10 mal
treibt uns die Christl durch den Saal.
Und dann wir kommen schon ins Schnaufen -
die ersten auf das Klo schon laufen,
folgt der Turnstund´ nächster Akt,
die Christl alle Matten packt
und reicht sie weiter zur Verteilung
mit der Bitte um Beeilung.

Wir Müden geben uns einen Stoß,
denn jetzt geht es erst richtig los.-
Wir machen 20 Liegestütz´
und gehen gleich in den Schneidersitz.
Dann scher´n wir mit gestreckten Beinen
und fassen unsere Zeh`n, die kleinen.
Man dehnt sich, streckt sich, purzelt fast,
zu den Rhythmen von James Last.

Alle turnen wie besessen, damit wir ja kein Teil vergessen,
kein Knöchelchen bleibt heut´verschont -
Der Muskelkater sich dann lohnt.
Und wenn Du denkst, Dir wird´s zu schwer,
die Christl schaut ja grad nicht her -
du könntest dir eine Pause gönnen
und dein geschundenes Gestell verwöhnen;
schon tönt es laut durch unsern Saal
DAS GANZE BITTE NOCHEINMAL........

Und weiter geht es -  ohne Rasten -
die Christl ist noch für den Kasten,
für Springschnür´, Langbank und für Stäbe -,
damit´s ja keinen Leerlauf gäbe.
Dann holt sie noch für alle Fälle,
die beiden großen schweren Bälle,
und trimmt uns noch eine halbe Stund´-
Turnen ist ja sooo gesund.

Darum woll´n wir auch nicht verzagen,
wollen lieber noch ein Tänzchen wagen.
Hin und her mit leichtem Schritt
manche kommt im Takt schwer mit -
doch das ist ja ganz egal
wir probieren´s eh noch ein paar mal.

Endlich kennt sich jede aus,
der Reigen ist ein Augenschmaus -
alles tanzt grazil und sacht
wie eine Fee in dunkler Nacht
und spätestens im nächsten Lenz
bekommt das Opernballett Konkurrenz.

Kinder, wie die Zeit vergeht,
ist es wirklich schon so spät?
Die Zeiger stehn schon fast auf neun -
hol´n wir schnell noch unsere Keulen.
Und vorwärts, kreuzen, rückwärts auch
Keulen schwenken übern Bauch.

Die Christl macht uns allen Mut...
der erste Teil ist schon recht gut...
wir üben nächstes Mal dann weiter
dieser Satz stimmt alle heiter.

Etwas müd und abgehetzt -
spielen wir dann zu guter Letzt
unser Spiel "Ball über die Schnur",
das ist das Ende der Tortur.

Ein wenig außer Atem dann
stimmen wir das Schlusslied an
und ein geschulter Damenchor
klingt mehrstimmig an unser Ohr.

Der Turnergruß aus unserem Munde
schließt dann ab die Übungsstunde.
Gute Nacht - und bis zum nächsten Mal
beim Damenturnen hier im Saal.


Dir. Christiane Neulinger

Ausflug Niederösterreich 1984


Fasching 1987


Fasching 1988

Maskenball 1989

Maskenball 1990 Paula Eder

750 Jahre Hinterstoder 1990

Innsbruck 1996

Fasching 1997

Südsteirische Weinstraße 1997

Weihnachtsfeier 1998

Ausflug 1999

Schiweltcup 2000

Fasching 2000

Maria Köck trägt eines von ihren Gedichten vor

Ausflug Bad Reichenhall 2007

Zur runden Geburtstagsfeier für Christl 2007 


Kasberg 2008

Prielkreuz Weihe 2009

Prielkreuz Weihe 2009

        

Dienstag, 15. März 2016

Über die Entstehung des Turnverein Hinterstoder und der Turnhalle


Vor 90 Jahren, 1926, gründete der junge Besitzer des "Fröstlgutes" Michael Lattner mit 12 Burschen als aktive Mitglieder, den Turnverein Hinterstoder.
Zunächst wurden mit eigenen, geringen finanziellen Mitteln und mit Spenden von Förderern die wichtigsten Turngeräte angeschafft. Geturnt wurde in der alten Veranda im Jaidhaus. Bald aber, besonders im Winter, zeigte sich, dass die alte Veranda kein geeigneter Platz zum Turnen war, weil die Turngeräte nach dem Turnen jeweils unter der Veranda verstaut werden mussten. Das Turnen wurde deshalb in den Wagenschuppen der "Huem" verlegt. Dort war es zwar beengt aber in der wärmeren Jahreszeit konnte dort ohne Probleme geturnt werden.

Durch gute Kontakte mit dem Obmann des Deutschen Turnerbundes, Kupka, und dem Bundesturnwart Hammer, die als Gäste das Turnen in der "Huem" besuchten und die Begeisterung der Turner trotz der mangelhaften und fast ungeeigneten Möglichkeiten zum Turnen sahen, versprachen sie einen Zuschuss  zum Bau einer Turnhalle in der Höhe von 10.000,-- ÖS. (Entspricht heute ca. 30 000 €). Dieses Angebot wurde von den Turnern mit Begeisterung aufgenommen und sofort suchte man nach einem geeigneten Bauplatz. Zunächst sollte die Turnhalle beim Jaidhaus gebaut werden. Herrn Hackl vom Jaidhaus wurde der Antrag gemacht die Halle dort zu bauen wo später dann das Jaidhauser Bad gebaut wurde. Sie sollte dem Jaidhaus von Juli bis September als Gastlokal zur Verfügung stehen, denn in dieser Zeit könnten die Turner auch im Freien ihre Übungen machen. Nach 99 Jahren sollte die Halle in das Eigentum des Jaidhaus übergehen. Dieses Angebot wurde aber abgelehnt.

Herr Michael Lattner aus Klaus, der Vater des Turnvereinsobmannes  Michael Lattner, half aus und schenkte dem Turnverein eine Bauparzelle unterhalb des Schmalzerhofs. Dieser Platz war leider für eine Turnhalle ungeeignet. Es bot sich jedoch die Gelegenheit diesen Bauplatz mit dem damaligen Besitzer des "Gasthof zur Post" Buchschachermeier zu tauschen und der Bau der Turnhalle am heutigen Standort konnte beginnen. (Jetzt ist die Feuerwehr in dieser Halle untergebracht).
Da  der Bauplatz zur Hälfte das frühere, tiefer gelegene Flußbett der Steyr war, mußte dieser Teil mit 200 Kubikmeter Steinen die aus der Steyr geholt wurden, aufgefüllt werden. Sonst wäre keine Zufahrt möglich gewesen.
Im Frühjahr 1926 konnten bereits 16 Turner und 12 Turnerinnen mit dem Bau der Turnhalle beginnen. In einer Bauzeit von 3 Jahren haben sowohl die Turner als auch die Turnerinnen in tausenden von Arbeitsstunden unermüdlich am Bau gearbeitet. Alle Arbeiten, mit Ausnahme der Zimmererarbeiten am Dachstuhl wurden in Eigenregie gemacht.
Die vom Turnerbund erhaltenen 10 000,-- ÖS waren durch den Kauf des Baumaterials bald verbraucht. Die Gemeinde Hinterstoder versprach auch einen Beitrag von 10 000,-- ÖS. Die Auszahlung verzögerte sich jedoch. Die Turnhalle sollte auch der Schuljugend, der Ortsmusik, für Theateraufführungen und für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Es gab auch Gegner des Bauprojekts und die hofften schon der Bau würde eingestellt. Zum Glück sprang der Jagdpächter Jochems mit einem Hypothekarkredit von 15 000,-- ÖS ein. Damit konnten Materialschulden beglichen werden.
Neben den aktiven Arbeiten am Bau veranstalteten die Turner Sommerfeste und Theateraufführungen im Freien um Geld zu verdienen.

1929 starb der junge Obmann des Vereins Michael Lattner, 27 Jahre alt
und hinterließ tief trauernde Turnkollegen.

Abschied von Michael Lattner in der neuen Turnhalle


Nachruf von Josef Angerhofer

Trotz des schmerzhaften Verlustes war 1930 die Halle fertig gestellt. Die Schulden und Zinsen an Jochems sollten durch den Betrieb eines Lichtspieltheaters getilgt werden. Dabei hat sich Herr Riedler als Betriebsleiter besonders verdient gemacht.
Durch politische Unruhen sollte 1934 der Turnverein  aufgelöst und die Turnhalle zwangsversteigert werden. Ein Gönner der nicht genannt werden wollte spendete 8 000,-- ÖS und die Gemeinde konnte die Halle um 19 240,-- ÖS erwerben.

Zuletzt sollten auch die Spender und Gönner des Turnvereins genannt werden.
Michael Lattner und sein Vater spendeten Grund und Baumaterial, Architekt Siegfried Theiss aus Wien erstellte kostenlos die Baupläne (siehe auch den Beitrag vom 16.1.2016 in diesem Blog), Zimmermeister Georg Auer verlieh kostenlos eine Maschine zur Herstellung von Betonhohlsteinen, Ing. Josef Jüngling übernahm kostenlos die Bauaufsicht, Großkaufmann Reichl stiftete den Vorhang für das Theater, Der Turnverein Linz spendete 2 Öfen, die Württembergische Forstverwaltung stellte viele Fahrten mit Fuhrwerken kostenlos zur Verfügung, Pfarrer Hausjell erlaubte den Anschluß an die Wasserleitung des Pfarrhofs und gestattete die Zufahrt und die Turnvereine von Wels, Steyr, Kirchdorf, Windischgarsten und Spital halfen bei der Arbeit.

Die Eröffnung der Turnhalle erfolgte bei strahlend schönem Wetter am Pfingstsonntag 1930.


Haus der Feuerwehr - früher Turnhalle

Samstag, 12. März 2016

Gefährliche Höhlenforschung im Pießling-Ursprung

Die größte Karstquelle Oberösterreichs, der Ursprung der Pießling in Roßleithen, besteht aus größeren Hohlräumen und Sammeladern, die sich in ein weit verzweigtes Röhrengeflecht verästeln.
Die Niederschläge auf den Hochflächen vom Warscheneck, einer Fläche von 94 km², sickern in unzählige Spalten, Fugen und Klüfte des Kalkgebirges, bis sie am Fuß des Berges in dieser Großquelle wieder zu Tage treten.
Aus dem etwa 32 Meter tiefen, in allen Blau- und Grün-Schattierungen schimmernden Quelltopf strömen die Wassermassen mit großer Kraft nach oben. Das macht Höhlentauchen beim Pießling Ursprung sehr gefährlich und nach zwei Todesfällen wurde es mittlerweile strengstens verboten.
Am 10. und 11. Oktober 1987 ereigneten sich tragische Tauchunfälle im Quelltopf.
Die Tauchlehrerin Gabriele Wiesinger kommt am 10. Oktober von ihrem Tauchgang nicht mehr zurück. Da es möglich war, dass sie in unzugängliche trockene Höhlenteile gelangte und nicht mehr zurück konnte, wurde am nächsten Tag eine großangelegt Rettungstauchaktion gestartet. Dabei verunglückt der Rettungstaucher Stefan Lacher tödlich. Er verwickelt sich in einer Leine. Die Leiche von Gabriele Wiesinger wurde erst am 6. November 1993 entdeckt und geborgen.