Montag, 31. Oktober 2016

Allerheiligen und Allerseelen

Aus der Erinnerung eines Schulmädchens an die Allerheiligen- und Allerseelenfeier am 1. und 2. November in den 1930er Jahren.

"Für die Gräbersegnung und das Heldengedenken vor dem Kriegerdenkmal der Gefallenen und vermissten  Soldaten des Stodertales banden wir selbst die Kränze. Sie bestanden aus Latschen und mit Blumendraht und aus Crepe-Papier selbstgemachten Rosen. Im letzten strahlenden Herbstglanz zeigten sich bei klirrendem Frost oft schon mit Schnee bedeckt, die liebevoll geschmückten Gräber. Die Angehörigen versammelten sich um ihre Gräber und beteten vor den dick mit Eiskristallen umrahmten schmiedeeisernen Kreuzen. Die Blaskapelle spielte vor dem Kriegerdenkmal:

"Ich hatte einen Kameraden, einen bess`ren findest Du nit.
Die Trommel schlug zum Streite, er ging an meiner Seite
im gleichen Schritt und Tritt..........."

Nach der Segensandacht am Nachmittag des Allerheiligentages segnete der Priester die Gräber im Friedhof. Die Angehörigen, die oft eine weite Anreise hatten, gedachten dabei der verstorbenen Verwandten und Freunde".








Allerheiligen 2016





Freitag, 28. Oktober 2016

Ein ganzes Dorf zur Erinnerung an vergangene Zeiten

Diese Geschichte hat zwar unmittelbar nichts mit dem Stodertal zu tun, zeigt aber auf was aus der Begeisterung "die gute alte Zeit" zu bewahren, entstehen kann. In Pichla, in der Steiermark hat Gerhard Seher alte Handwerksbetriebe und Geschäfte vor dem Abbruch gerettet. Er hat die Häuser samt Einrichtung abgebaut und damit auf eigenem Grund und Boden ein Dorf errichtet. Dort kann man nachfühlen wie unsere Vorfahren vor 100, 200 oder mehr Jahren gelebt haben. Es gibt unter anderem eine Greißlerei, eine Schmiede, eine Wagnerei, einen Schuster diverse alte Keuschen (kleine Häuser) und  eine Kapelle.
In unserer Gegend werden diese Betriebe kaum anders ausgeschaut haben. Man kann sich gut vorstellen wie darinnen unsere Vorfahren gearbeitet und gelebt haben.


Gerhard Seher





























                                             Diese Bilder hat Othmar Waltl aus Mureck zur Verfügung gestellt

Freitag, 21. Oktober 2016

Windischgarsten in alten Ansichten

1444 wurde Windischgarsten zum Markt erhoben. 1994 zur 550 Jahrfeier wurde zur Erinnerung daran ein Kalender mit den nachstehenden Bildern herausgegeben. Seither sind 22 Jahre vergangen. Es ist Zeit diesen Kalender aus dem Heimatmuseum Windischgarsten noch einmal anzuschauen.

Windischgarsten - im Hintergrund die Berge des Stotertals
Spitzmauer und Großer Priel

Windischgarsten um 1905



Windischgarsten vom Kirchturm aus gesehen.      Foto: Hochreiter, 1904
Aus dem alten Feuerwehrhaus wurde 1952 ein Parkplatz 

Marktplatz ca. 1910

Marktplatz ca. 1890         Foto: Hochreiter

Das Haus in dem die Fleischhauerei Moser ist      ca.1900

Die "Gundlmühle" und das Bräuhaus       ca. 1880

Windischgarsten ca. 1870 

 Fuxjaegers Gasthaus zur "Goldenen Sense" ca. 1930

Fronleichnamsprozession  1897

Der Naturpark       ca. 1890

Am 15. September 1885 brach im Haus Nr. 59 ( Blaue Sense)
ein Brand aus, dem 28 Häuser zum Opfer fielen.

Apotheke und Badeanstalt Zeller links, Gasthof "Zur blauen Sense" rechts ca1890 

Gasthof " Zum schwarzen Rössl" ca.1900